Mehr als eine Lesung: Barbara Imgrund begeisterte im DDR-Museum Pforzheim

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Es war weit mehr als eine klassische Lesung, die die Besucher am letzten Donnerstag im DDR-Museum Pforzheim erlebten. Die Heidelberger Autorin Barbara Imgrund stellte ihren Roman „Der Wurm – Eine kleine Geschichte“ vor – und zog das Publikum mit ihrem eindrucksvollen Vortrag mitten hinein in die Handlung.

Mit ihrer ausdrucksstarken und eindringlichen Rezitation ließ Barbara Imgrund die Figuren und ihre Geschichten lebendig werden. Sie schuf eine besondere Atmosphäre, die das Publikum unmittelbar in das Geschehen hineinzog. Man hatte zeitweise das Gefühl, selbst mitten in der Geschichte zu sein.

Der Roman spannt einen Bogen von der Zeit des Nationalsozialismus bis in unsere Gegenwart. Er erzählt von Erinnerung und Schuld, von Schweigen und Gleichgültigkeit – und davon, wie verführerisch einfache Erklärungen in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit sein können.

„Wie viel Verantwortung trägt eigentlich jeder Einzelne dafür, dass unsere Demokratie funktioniert?“ Mit dieser Frage hatte das DDR-Museum den Abend eröffnet.

In der anschließenden ausführlichen Diskussion ging es vor allem darum, wen man mit einem solchen Buch eigentlich erreichen möchte – und erreichen kann. Wie kommen wir mit Menschen ins Gespräch, die den Wert unserer Demokratie infrage stellen? Wie lassen sich auch diejenigen ansprechen, die sich mit solchen Themen bislang kaum auseinandersetzen? Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt, die aber zu einem intensiven Austausch zwischen der Autorin und dem Publikum führten.

Der Abend zeigte, wie Literatur nicht nur Geschichte lebendig werden lässt, sondern auch Gespräche über gesellschaftliche Fragen unserer Gegenwart anstoßen kann.

Ein herzliches Dankeschön an Barbara Imgrund für diesen besonderen Abend und an alle Besucher für die anregende Diskussion!

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