Die „Lange Nacht der Demokratie“ findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Pforzheim statt. Rund um den Tag der Deutschen Einheit lädt ein breites Bündnis aus der Stadtgesellschaft erneut dazu ein, Demokratie in all ihren Facetten zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Impulse für das gesellschaftliche Miteinander zu gewinnen.

An verschiedenen Orten im Stadtgebiet erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Diskussionsrunden, Vorträgen, Lesungen, kreativen Mitmachangeboten, kulturellen Beiträgen und vielen weiteren Veranstaltungen. Ziel ist es, Räume für Begegnung, Dialog und Beteiligung zu schaffen und die demokratische Kultur in Pforzheim sichtbar und erlebbar zu machen.

Die Veranstaltungen richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger. Die Lange Nacht der Demokratie versteht sich als offenes Forum, das dazu einlädt, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen, Fragen zu stellen, zuzuhören und gemeinsam über aktuelle gesellschaftliche Themen ins Gespräch zu kommen. Dabei steht der respektvolle Austausch ebenso im Mittelpunkt wie die Möglichkeit, Demokratie aktiv mitzugestalten.

Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Herausforderungen zunehmen und öffentliche Debatten oft von Polarisierung geprägt sind, gewinnt der persönliche Dialog an Bedeutung. Die Lange Nacht der Demokratie setzt deshalb ein Zeichen für Offenheit, Vielfalt, gegenseitigen Respekt und den Wert eines konstruktiven Miteinanders. Sie macht deutlich, dass Demokratie vom Engagement und der Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger lebt – und lädt dazu ein, diese Verantwortung gemeinsam wahrzunehmen.

Wir freuen uns darauf, Sie bei der Langen Nacht der Demokratie willkommen zu heißen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Bürgerinnen und Bürger,

Demokratie ist keine einfache Regierungsform. Sie ist komplex, auch kompliziert, manchmal umständlich und oft langsam in ihren Entscheidungsprozessen. Sie erfordert Einsatz und Kompromisse von ihren Bürgerinnen und Bürger. Sie schenkt uns nicht nur Rechte, sondern erlegt uns zugleich Pflichten auf. Demokratie muss gelebt und auch verteidigt werden. Sie darf auch gefeiert werden, so wie in der landesweiten „Langen Nacht der Demokratie“.

Schließlich verdanken wir ihr die europäische Einigung und damit verbunden eine in unserer Geschichte einzigartige Periode des Friedens und des Wohlstandes.

Daher sollten wir sie eigentlich Tag und Nacht feiern, denn trotz all ihrer Schwächen, muss uns bewusst sein, es gibt keine gute Alternative für Demokratie. Auch wenn uns dies ihre Feinde im In- und Ausland immer lauter weiszumachen versuchen. Unser Land hat diese vermeintlichen Alternativen in seiner Geschichte bereits leidvoll erdulden müssen.

Unsere gesamtdeutsche Geschichte lehrt uns, wie schnell eine Demokratie ausgehöhlt und abgeschafft werden kann. Sie erinnert uns aber auch daran, wie unterschiedlich lange es dauern kann, eine Demokratie wieder aufzubauen. Deshalb haben wir uns geschworen, es nie wieder dazu kommen zu lassen. Diese Verpflichtung hat auch 81 Jahre nach Ende der nationalistischen Terrorherrschaft und 36 Jahre nach der friedvollen Wiedervereinigung unseres Landes höchste Priorität.

Alle aufrechten Demokratinnen und Demokraten können jeden Tag ihren Beitrag dazu leisten, unsere Demokratie zu stärken und zu schützen. Im Familien- und Freundeskreis, auf der Arbeit, im Verein, in der Glaubensgemeinschaft, in den kommunalpolitischen Gremien, in Parteien, Kammern und Verbänden, hier und an vielen weiteren Orten gilt es sich für unsere Demokratie zu engagieren. So wie es alle teilnehmenden Menschen und Institutionen bei der „Langen Nacht der Demokratie“ tun.

Dafür danke ich Ihnen von Herzen.

Lassen Sie uns gemeinsam diese besondere Nacht nutzen, um zu diskutieren, auch kontrovers, um zu kritisieren und nach besseren Lösungen zu suchen, vor allem aber, um zu feiern: Unsere Demokratie, unsere Freiheit und unser Land.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Boch

Oberbürgermeister

Mittwoch, 30. September 2026

Demokratie als Konsumgut – Wer profitiert, wer gestaltet?

Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen. Doch heute erleben viele Politik vor allem über Medien: Wir schauen zu, bewerten und reagieren – gestalten wir auch? In einem Impulsvortrag zeigt Prof. Rolf-Ulrich Kunze vom KIT Karlsruhe, wie Medien und Populismus Demokratie beeinflussen.
Die Welt ist voller Meinungen – und manchmal scheinen die Gräben dazwischen unüberwindbar. Mit den Denkräumen Weststadt schaffen wir einen Ort, an dem Menschen wieder ins Gespräch kommen können: respektvoll, offen und frei von Bewertungen.

In moderierten Kleingruppen laden wir dazu ein, Gedanken, Sorgen und Perspektiven zu teilen. Hier zählt jede Stimme, hier wird niemand unterbrochen – und gerade so entsteht ein Raum, in dem echtes Zuhören möglich wird.

Was erwartet Sie?
– ein geschützter Rahmen für Austausch und Begegnung
– die Erfahrung, wie wertvoll aktives Zuhören sein kann
– Vielfalt an Meinungen – die nebeneinanderstehen dürfen

Ein Beitrag dazu, Demokratie im Alltag lebendig zu machen.

Die Denkräume Weststadt sind eine gemeinsame Initiative von Kulturhaus Osterfeld, der Evangelischen Erwachsenenbildung und #zusammenhalten Pforzheim.

Kommen Sie vorbei und gestalten Sie mit! Seien Sie dabei, wenn wir Brücken bauen, wo Gräben entstanden sind. Wir freuen uns auf Sie!

Datum: Mi, 30.09.2026, 19:00 Uhr
Ort: Studio (Kulturhaus Osterfeld)
Eintritt frei

    

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Wann: Am 01.10.2026 von 11 bis 16 Uhr.

Wo: Marktplatz Pforzheim (Bei schlechtem Wetter im Stadtlabor und Eingang Neues Rathaus)

Wo hast du in Pforzheim etwas zu sagen? Was verbindet dich mit Europa, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt? Wie unterschiedlich sind die Wege, die Menschen gehen müssen, um anzukommen?

Demokratie lässt sich erleben. Der Marktplatz Pforzheim lädt zu einer Reise durch deine eigene Nachbarschaft, durch Europa und durch andere Perspektiven ein. An fünf Stationen erfährst du, was Demokratie mit dir und deinem Alltag zu tun hat: Wie und wo deine Stimme zählt, welche Wege du gehen und wie du deine Stadt mitgestalten kannst. Komm vorbei und mach mit!

Mit Kindern aus der Lernfördergruppe des Stadtteilzentrums in der KF 102 und Jugendlichen des Jugendraums Dillweißenstein werden Stolpersteine in der Nähe der Einrichtungen gereinigt. Dabei wird über Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und die Verantwortung des Einzelnen gesprochen. Geschichte wird dadurch greifbar und es wird deutlich, dass Erinnerungskultur im Alltag vor der eigenen Haustür stattfindet.

Donnerstag 01. Oktober um 15:30 Uhr Kaspar-Glaser-Straße 2 (Moses Maier 188) Kaiser-Friedrich-Straße 138 (Ludwig und Ida Hartl 190 und 191)

Das Theater Pforzheim zeigt extra zur LANGEN NACHT DER DEMOKRATIE Previews von Stücken aus der neuen Reihe „Demokratie und Ideologie“: Am 1. Oktober, um 18:00 Uhr, laden Regisseurin Stefanie Roschek und das Ensemble zu einer Öffentlichen Probe von „Nachtland“ ins Podium.  Marius von Mayenburg, Dramaturg, Regisseur und Autor zahlreicher preisgekrönter und international gespielter Stücke, gelingt mit „Nachtland“ eine lustvoll-böse Sprachkomödie über unsere problematische Vergangenheitsbewältigung, die genau bis dahin geht, wo der Profit anfängt. Lassen Sie sich überraschen! Der Eintritt ist frei.

Foto: Sebastian Dierer

Freitag, 2. Oktober 2026

Victor Klemperer: „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten.“ Lesung und Austausch

Victor Klemperer, der schon in der Weimarer Republik Tagebuch geschrieben hat, führte dies auch in der Zeit des Nationalsozialismus‘ fort.

Detailreich beschreibt er den Alltag der Eheleute Klemperer. Die Auswirkungen der Judenverfolgung spürt er am eigenen Leib, der Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 verhilft dann beiden zur Flucht.

Wie sich sein Leben in der Diktatur Schritt für Schritt verändert und sein Leben bedroht wird, schildert er in seinen Tagebüchern aus dieser Zeit. Die Schlinge zieht sich langsam zu, er gewinnt die Erkenntnis: „Worte können wie winzige Arsendosen sein: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu haben, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ Wie sich schleichende Entwicklungen zur Lawine aufbauen können, wird in der Lesung am Reuchlin-Gymnasium deutlich.

Am 2. Oktober, zwischen 9:40 Uhr und 11:10 Uhr wird Dr. Renatus Deckert, Autor und Herausgeber aus Dresden, im Atrium aus Klemperers Tagebuch lesen. Vom Aufbau-Verlag autorisiert, liest er uns wichtige Tagebuch-Stellen vor, kommentiert sie und lädt die Oberstufenschülerinnen und -schüler zum Dialog darüber ein.

 

Im Dschungel wird gewählt!

Szenische Lesung für 3. und 4. Klassen, Grundschulen

geschlossene Veranstaltung

Den Tieren des Dschungels reicht es! Ihr König, der Löwe, hat den Fluss umleiten und ein Schwimmbad nur für sich bauen lassen. Also beschließen sie, eine Präsidentin oder einen Präsidenten aus ihrer Gemeinschaft zu wählen. Das Stück nach dem gleichnamigen Bilderbuch von André Rodrigues u.a. handelt von vielen Aspekten von Demokratie: Demonstrationen und Wahlen, inklusive Wahlregeln, Wahlkampf, Wahlgeschenken, gewählten Vertretungen und regelmäßiger Neuwahl. Gemeinsam mit dem jungen Publikum entwickeln die Tiere ein Gespür für ihre Anliegen und wie man Stimmen zu Gehör bringt.

Als zentraler Anlaufpunkt der Aktion dient der Kleinbus des Jugendmigrationsdienstes. Um möglichst viele Jugendliche zu erreichen, macht das Demokratiemobil an zwei verschiedenen Orten in Pforzheim Halt: Vormittags auf dem Schulgelände der Haidachschule und Nachmittags auf dem Pfälzerplatz.

Folgende Aktionen werden dort angeboten:
 Verschiedene Mitmachaktionen zum Thema Demokratie und Partizipation für Jugendliche (z. B. Spiele, Quiz, Kreativangebot)
 Information über die Angebote des Jugendmigrationsdienstes
 Ausgabe von Waffeln und Getränken

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren. Ziel ist es, demokratische Werte zu vermitteln, zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe zu ermutigen sowie über die Angebote des Jugendmigrationsdienstes zu informieren. Die Besucher*innen werden eingeladen, sich
mit dem Thema Demokratie auseinanderzusetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich aktiv an niedrigschwelligen Mitmachaktionen zu beteiligen. Der Austausch untereinander und die Perspektiven der Jugendlichen stehen dabei im Vordergrund.

Zeitplan:
10:00 – 12:30 Uhr Haidachschule, Haidach, Pforzheim
13:00 – 14:00 Uhr Waisenhausplatz, Pforzheim (Demokratiewaben-Aktion)
14:30 – 16:30 Uhr Pfälzerplatz, Nordstadt, Pforzheim

  

Die „Lange Nacht der Demokratie “ in Pforzheim wird jedes Jahr von einem breiten Bündnis ganz unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure getragen. Denn nur gemeinsam lässt sich ein so buntes und vielfältiges Programm für Jung und Alt auf die Beine stellen.

Deshalb möchten sich am 2. Oktober um 13 Uhr alle beteiligten Organisationen auf dem Waisenhausplatz treffen, um gemeinsam und öffentlichkeitswirksam ein Zeichen für unsere Demokratie und ein vielfältiges Miteinander zu setzen.

Welche Rechte haben Kinder? Warum sind sie wichtig? In diesem zweistündigen Kreativ-Workshop lernen Kinder ab 6 Jahren die Kinderrechte auf spielerische Weise kennen.

Mit kreativen Methoden setzen sie sich altersgerecht mit Themen wie Mitbestimmung, Schutz und Respekt auseinander und erfahren, wie sie ihre eigenen Bedürfnisse und die anderer wahrnehmen und vertreten können.

Der Workshop ist kostenfrei und findet im Kulturraum statt. Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine vorherige Anmeldung bis zum 30. September 2026 per Mail an kubi@pforzheim.de erforderlich.

Termin: Freitag, 2. Oktober 2026, 15 Uhr

Dauer: 2 Stunde Ort: Kulturraum im Neuen Technischen Rathaus (Deimlingstraße 6 A)

Entgelt: frei

Anmeldung: bis zum 30. September 2026 per Mail an kubi@pforzheim.de

Lange Nacht der Demokratie – Beitrag des Hilda-Gymnasiums Pforzheim

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 11 widmeten sich im Sommer 2026 der Frage, welchen Herausforderungen sich unsere Demokratie stellen muss.
Die Auseinandersetzung mit dieser Frage mündete in ein Plakat-Projekt von Schülern für Schüler, das auf Gefahren aufmerksam machen soll, dabei aber auch positive Akzente setzen möchte und konstruktive Lösungsansätze bieten soll. Im Rahmen der langen Nacht der Demokratie sollen diese Plakate im Hilda-Gymnasium ausgestellt werden.
Die Ausstellung ist für Gäste zugänglich am Freitag, den 02.10.26 von 15-17 Uhr.

Mit Kindern aus der Lernfördergruppe des Stadtteilzentrums in der KF 102 und Jugendlichen des Jugendraums Dillweißenstein werden Stolpersteine in der Nähe der Einrichtungen gereinigt. Dabei wird über Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und die Verantwortung des Einzelnen gesprochen. Geschichte wird dadurch greifbar und es wird deutlich, dass Erinnerungskultur im Alltag vor der eigenen Haustür stattfindet.

Freitag 02. Oktober um 17:00 Uhr Hirsauer Straße 224 (James Vinall 141)

Auch 2026 setzen wir unser Format fort: Ein von jungen Leuten gestalteter Abend, der sich ganz dem Erhalt unserer Demokratie widmet.

Erlebt ein dynamisches Wechselspiel aus Film, Theater und Debatte! Nach einer Anmoderation durch Schüler*innen präsentieren wir auch eine Auswahl an filmischen Impulsen. ergänzt durch neue Szenen des Kupferdächle-Jugendensembles und diskursive Beiträge des Debattierclubs vom Hebel-Gymnasium. Zum Abschluss laden wir zu Getränken und Gesprächen ins Foyer ein.

 

Ab 17.30 Uhr sind Sie eingeladen, ein Zeichen für die Menschenwürde zu setzen: Holztäfelchen können mit dem Logo „Würde unantastbar“ bestempelt werden. Die Würdetafeln sind eine Initiative des Vereins für Menschenwürde und Demokratie e. v. Sie bringen das Thema Menschenwürde greifbar und erlebbar in die Öffentlichkeit.

Ort: Gemeindezentrum Herz-Jesu, Weiherstraße 7, 75173 Pforzheim

 

Copyright: Verein für Menschenwürde und Demokratie e.V.

 

 

Freitag, 02. Oktober ab 18:00 Uhr im Haus der Jugend

Wir wollen die ungezwungene Atmosphäre im Haus der Jugend nutzen, um mit Besucher:innen und Gemeinderät:innen Turniere in verschiedenen Disziplinen zu veranstalten und ins Gespräch über Demokratie zu kommen. Die Mannschaften sollen gemischt werden, um einen besseren Austausch zu ermöglichen.

Wie erlebten Menschen den Holocaust? Was konnten sie wissen, sehen, hören? Das Tagebuch von Victor Klemperer beantwortet solche Fragen, die von jeder Generation neu gestellt werden.

Im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie am 2. Oktober wird Dr. Renatus Deckert, Autor und Herausgeber aus Dresden, aus Klemperers Tagebuch lesen. Vom Aufbau-Verlag autorisiert, liest er uns wichtige Tagebuch-Stellen vor, kommentiert sie und lädt zum Dialog darüber ein.

Victor Klemperer (1881-1960), von den Nazis 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft als Romanistik-Professor an der Technischen Hochschule Dresden entlassen, gilt als einer der wichtigsten Chronisten der Zeit des Nationalsozialismus. Im „Judenhaus“ in Dresden hielt er für die Nachwelt fest, was er beobachtete, erfuhr und erlebte. Sein Tagebuch ist ein einzigartiges Dokument über den Alltag der Judenverfolgung mitten in einer deutschen Großstadt.

Um 18.30 Uhr beginnt die Lesung, danach gibt es weiterhin die Möglichkeit, Würdetafeln zu gestalten. Die Veranstaltung endet gegen 21.00 Uhr.

Ort: Gemeindezentrum Herz-Jesu, Weiherstraße 7, 75173 Pforzheim

Im Jahr 2015 veränderte die Fluchtbewegung das Leben vieler Menschen und prägte auch unsere Region. Zehn Jahre später blickt der Dokumentarfilm „Immer wieder dafür“ zurück und fragt: Wie hat diese Zeit das Leben der Beteiligten verändert? Würden sie ihren damaligen Weg heute wieder gehen?

Für den Film wurden Menschen interviewt, die die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt haben: Menschen mit Fluchtgeschichte, Mitarbeitende von Behörden und Beratungsstellen, Sozialarbeiterinnen, Ehrenamtliche sowie Sprachmittlerinnen aus Pforzheim und dem Enzkreis. Sie erzählen von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Hoffnungen – damals und heute.

Immer wieder dafür: Ein Rückblick – Flucht – Migration – Perspektiven | DE 2026 | Regie: Basher Almadani | Mit: Sandra Aleksi, Annika Engel, Anthony Everingham, Betül Kisacik | ab 6 Jahren | 55 Minuten

Ort: Kommunales Kino

     

„Mach dir’s leichter und lass sie mit dir tragen.“ – Mose entdeckt die Demokratie

In einem Gottesdienst stellt Pfarrer Hans Gölz-Eisinger überraschend moderne Impulse eines alten Textes vor: „Mach dir’s leichter und lass sie mit dir tragen.“ Mose entdeckt die Demokratie. Impulse aus dem mindestens 2400 Jahre alten biblischen Buch „Exodus“ (Kap. 18) schärfen den Blick, worauf es in einer Demokratie ankommt.

Evangelische Auferstehungskirche

Goebenstraße 2

75173 Pforzheim

Bildnachweis: EvKiPf (Claudia Becker)

Samstag, 3. Oktober 2026

Am 3. Oktober feiern wir um 10 Uhr im DDR-Museum einen Familiengottesdienst für Groß und Klein. Gemeinsam entdecken wir, warum Freiheit, Mitbestimmung und gegenseitiger Respekt keine Selbstverständlichkeit sind – und wie wir heute Verantwortung übernehmen können.

Freut Euch auf einen lebendigen Gottesdienst mit anschaulichen Impulsen, Musik und Mitmachelementen für die ganze Familie.

Bildnachweis: Colin Rowley, unsplash

          

Zum Tag der Deutschen Einheit stehen beim Rundgang durch das DDR-Museum die deutsch-deutsche Geschichte und die gemeinsame Entwicklung nach 1990 im Fokus. Die Führung ist kostenlos.

Anmeldung über das DDR-Museum:

Telefon: 07231/4243340

Mail: info@pforzheim-ddr-museum.de

Zum Tag der Deutschen Einheit stehen beim Rundgang durch das DDR-Museum die deutsch-deutsche Geschichte und die gemeinsame Entwicklung nach 1990 im Fokus. Die Führung ist kostenlos.

       

Das Theater Pforzheim zeigt extra zur LANGEN NACHT DER DEMOKRATIE Previews von Stücken aus der neuen Reihe „Demokratie und Ideologie“. Am 3. Oktober, um 15:00 Uhr, stellen Anton Engelmann und Leonie Jacobs aus dem Schauspielensemble das brandneue Stück „Camp Siegfried“ der amerikanischen Autorin Bess Wohl bei einer Lesung im DDR-Museum vor. Die Liebesgeschichte, die im Jahr 1938 in einem Sommercamp für junge Menschen deutscher Abstammung auf Long Island spielt, nimmt einen unschönen Verlauf. Denn das Ferienlager wird organisiert vom „German American Bund“, der die Ideologie des Nationalsozialismus verbreiten will. Lernen Sie das Stück exklusiv zum ersten Mal in deutscher Sprache kennen! Der Eintritt ist frei. 

 

 

Zum Tag der Deutschen Einheit stehen beim Rundgang durch das DDR-Museum die deutsch-deutsche Geschichte und die gemeinsame Entwicklung nach 1990 im Fokus. Die Führung ist kostenlos.

Viele spüren heute eine zunehmende Polarisierung unserer Gesellschaft. Wir haben mit neuen und gewaltigen Herausforderungen zu kämpfen, Hass nimmt in der Politik mehr Raum ein und es bleibt weniger Platz für konstruktive Zusammenarbeit. Dennoch hören wir auf allen Seiten der Politik Stimmen, die sich nach einer friedlicheren und gerechteren Gesellschaft sehnen, die mehr Chancen für alle bietet. Doch wie kommen wir dorthin? Wie können wir Frustration vermeiden und unsere Hoffnungen auf Veränderung wirkungsvoll in die Tat umsetzen?

In diesem Workshop überlegen wir, wie eine friedlichere und gerechtere Gesellschaft aussehen könnte und welche Herausforderungen wir derzeit zu bewältigen haben. Nach einer Pause mit Imbiss entwickeln wir in Gruppen eigene praktische Ideen und besprechen, wie wir unsere Ziele durch das demokratische System am besten erreichen können.

Leitung: Dr. Stephen Lakkis, Friedensbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden

 

Was: Workshop „Wie setzen wir uns wirkungsvoll vor Ort für den Frieden ein?”

Wann: Samstag, 3. Oktober 2026, 18–20:30 Uhr

Wo: Evangelische Christuskirche, Westliche Karl-Friedrich-Straße 237, 75172 Pforzheim

Bildrechte: wal_172619, Pixabay

Geschichte wird nicht nur geschrieben. Sie wird auch inszeniert. Mit HOLOFICTION (2025) nimmt der polnisch-deutsche Filmemacher und Medienkünstler Michal Kosakowski die filmische Darstellung des Holocausts unter die Lupe. Aus Tausenden von Ausschnitten aus Kino- und Fernsehproduktionen entsteht eine eindringliche Montage, die vertraute Bildwelten neu sichtbar macht und fragt, wo die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen filmischen Erzählens liegen.

Der Film feierte seine Premiere bei den 82. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und ist Teil des Forschungs- und Kunstprojekts DARK TOURISM, das sich mit der visuellen Darstellung des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts in zeitgenössischen Medien auseinandersetzt.

Im Anschluss an die Vorführung besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Regisseur Michal Kosakowski.

  1. Oktober 2026, 19:00 Uhr
    Einlass ab 18:30 Uhr
    Vortragssaal, Reuchlinhaus

Der Eintritt ist frei.

CREDITS HOLOFICTION

Deutschland/Österreich 2025

102 Minuten (Version 24fps), 98 Minuten (Version 25fps), Farbe & SW, Keine Dialoge, Dokumentar-/Experimentalfilm

Regie & Buch: Michal Kosakowski

Musik: Paolo Marzocchi

Sound Design: Andrea Veneri

Schnitt: Michal Kosakowski

ProduzentIn: Uli Aigner & Michal Kosakowski

Gefördert durch den Medienboard Berlin-Brandenburg, das Kulturland Niederösterreich und den Zukunftsfonds der Republik Österreich

Produktionsfirma:

KOSAKOWSKI FILMS, Berlin

www.kosakowskifilms.com

Koproduktionsfirma:

ATELIER ULI AIGNER, Gaming/A

www.uliaigner.net

Bildangaben

HOLOFICTION – eine Collage aus Filmstills

© KOSAKOWSKI FILMS, 2025

 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische
Bildung Baden-Württemberg (LpB) aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

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