Freiheit und Zensur

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FILMSCHAFFEN IN DER DDR ZWISCHEN ANPASSUNG ODER OPPOSITION

 

 

 

 

 

von April bis Juni Plakatausstellung

Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden die jüngere deutsche Geschichte (1946 – 1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeit- geschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt. Die fiktive Figur des „ Film-Atze“ dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönli- chem Erleben und transportiert die Befind- lichkeiten der Menschen. Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln.

 

 

 

 

31. März 2019 17 Uhr Ausstellungseröffnung

Bildquelle: Hannah-Arendt-Institut Dresden

Den Vortrag wird Herr Dr. Andreas Kötzing vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden halten. Er ist ein ausgewiesener Kenner dieser Materie.

 

 

 

 

1. April 2019 19.30 Uhr „Spur der Steine“ Film zur Ausstellung  im Kommunalen Kino Pforzheim Schlossberg 20

„Spur der Steine“ ist ein vom DEFA-Studio für Spielfilme, produzierter Gegenwartsfilm aus dem Jahr 1966. Regisseur war Frank Beyer, der mit Karl Georg Egel auch das Drehbuch verfasste. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von Erik Neutsch. Der Film wurde am Vorabend der 8. Arbeiter- festspiele der DDR in Potsdam uraufgeführt, lief anschließend in einigen Kinos, bevor er wegen „antisozialistischer Tendenzen“ aus dem Programm genommen wurde. Erst im Oktober 1989 durfte der Film wieder in der DDR aufgeführt werden, wenig später wurde er bei der Berlinale 1990 in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt.

Diese Vorführung ist vom DDR-Museum gesponsert und der Eintritt ist frei!

 

 

 

 

2. April 2019 10 Uhr „Berlin-Ecke Schönhauser“ Schulfilm zur Ausstellung  im Kommunalen Kino Pforzheim

„Berlin-Ecke Schönhauser“ gilt als einer der wichtigsten DEFA-Filme der 1950er-Jahre: Regisseur Gerhard Klein und der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zeichnen in ihrem Film ein ungeschöntes Bild des Alltags in der DDR. Zu sehen sind zum einen orientierungslos herumlungernde Jugendliche. Zum anderen werden Erwach- sene gezeigt, die sich alles andere als er- wachsen verhalten: Sie prügeln, gehen fremd, schwärmen für den Westen. Keine der beiden Gruppen entspricht dem Bild, das die DDR gerne vom sozialistischen Menschen zeichnet. Das DDR-Kulturministerium meckerte, verbot den Film aber schlussendlich nicht.

Diese Vorführung ist vom DDR-Museum gesponsert und der Eintritt ist frei!

 

 

 

weitere Filme im DDR-Museum

der Eintritt ist für alle Filme frei!

28. April 2019 17 Uhr „Einer trage des anderen Last“ (1987)

Der Film spielt Anfang der 1950er Jahre in dem privaten Lungensanatorium Schloss Hohenfels. Josef Heiliger, ein junger Kommissar der Volkspolizei und überzeugter Marxist, sowie Hubertus Koschenz, ein evangelischer Vikar – teilen sich, da beide an Tuberkulose erkrankt sind, unfreiwillig ein Krankenzimmer. Beide tragen zunächst ihre kontroversen Weltanschauungen demonstrativ zur Schau. Die dadurch entstehenden Dispute prägen die gesamte Handlung.

 

 

19. Mai 2019 17 Uhr „Die Mörder sind unter uns“ (1946)

Der Film spielt im Jahr 1945 im zerbombten Berlin. Die junge Fotografin und Illustratorin Susanne Wallner (Hildegard Knef), eine KZ-Überlebende, kehrt nach dem Krieg nach Berlin zurück und trifft dort den Chirurgen Hans Mertens. Beide begegnen dem Hauptmann Brückner aus ihrer Vergangenheit im KZ.

 

 

 

 

6. Juni 2019 17 Uhr „Die Architekten“ (1990)

Der Architekt Daniel ist Ende Dreißig und projektiert Wartehäuschen für Busstationen und ähnliches. Plötzlich bekommt er den Auftrag, für eine Trabantenstadt Berlins ein kulturelles Zentrum zu projektieren. Als Mitarbeiter will er ehemalige Kommilitonen gewinnen. Einige jedoch sind aus dem Beruf ausgestiegen, er bekommt noch fünf zusammen, dazu zwei junge Absolventen. Das Kollektiv zerbricht aufgrund der Eingriffe übergeordneter Stellen. Täglich verlassen Tausende die DDR Richtung Westen, am Ende auch Daniels Frau mit dem Kind. Als der Bau beginnt, ist von dem ursprünglichen Entwurf nicht mehr viel übrig. Nach der Feier zum Baubeginn liegt Daniel vor der Tribüne auf der Erde, gescheitert kurz vor dem Herbst 1989.

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