„Demokratie und Menschenrechte in der DDR und heute“

 In Allgemein

Ein Geschichtsprojekt im DDR-Museum Pforzheim vom 30.-31. Januar 2018

 

  • Abendveranstaltung 30. Januar, 19:30-21:00 Uhr:

    Multimediale Lesung mit Annette Hildebrandt (Berlin) und Lothar Tautz (Erfurt) zum Thema „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges“

  • Schulprojekttag 31. Januar, 10:00-14:00 Uhr:

    Projektunterricht im Seminarraum und direkt in den Ausstellungsräumen des Museums. Pädagogisch und historisch qualifizierte Zeitzeugen der ehemaligen DDR vermitteln Ereignisse und Hintergründe der Epoche des Kalten Krieges sowie der friedlichen Revolution und der deutschen Einheit.

Die Lesung am 30. Januar schlägt den Bogen vom gerade zu Ende gegangenen Reformationsjubiläum 2017 zum Lutherjahr 1983. Den 500. Geburtstag Martin Luthers feierten die Protestanten in der DDR mit sieben regionalen Kirchentagen. Aus Angst vor „feindlich-negativen Kräften“ bereitete sich die Staatssicherheit generalstabsmäßig auf die Veranstaltungen vor.

In dem Buch „Protestanten in Zeiten des Kalten Krieges“ (Mitteldeutscher Verlag 2017) beschreibt das Autorenpaar Hildebrandt/Tautz diese Vorgänge. Beispielhaft hierfür ist der Wittenberger Kirchentag, hier besonders die Schmiedeaktion „Schwerter zu Pflugscharen“, die sowohl aus der Sicht kirchlicher Zeitzeugen als auch aus der Perspektive der Stasi dargestellt wird.

Im Rahmen der Lesung werden die Original-Diaserie zum Wittenberger Kirchentag 1983 gezeigt und einschlägige Stasidokumente vorgestellt. Da in Kirchenkreisen die Musik besonders geschätzt wird, gibt es auch Livemusik zum Mitsingen. Im letzten Teil besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Autorenpaar.

 

Der Schulprojekttag am 31. Januar richtet sich an Schüler der 10. Klassen des Theodor-Heuss-Gymnasiums Mühlacker. Dem Projektteam Hildebrandt/Tautz ist es ein besonderes Anliegen, die DDR mit einer Gesamtschau in den Blick zu nehmen. Die DDR wird also nicht nur von Ihren Defiziten her betrachtet, sondern es werden genauso demokratische Entwicklungen an der Basis der Gesellschaft in den Blick genommen, die in den vier Jahrzehnten des „real existierenden Sozialismus“ zwar konsequent seitens des Staates unterdrückt wurden, aber auch immer wieder neu entstanden und zuletzt zum erfolgreichen Aufbau einer parlamentarischen Demokratie führten. Im Fokus steht dabei das Engagement vieler DDR-Bürger um die Durchsetzung der Menschenrechte in ihrem Staat.

 

Eine Anmeldung für die Lesung ist nicht nötig.

 

Ein Kooperationsprojekt von „Gegen Vergessen – für Demokratie e. V. mit der Stiftung „Lernort Demokratie – Das DDR-Museum Pforzheim“, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg.

    

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