Rundfunk und Fernsehen der DDR als Medien der Bildung und Erziehung

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Dr. Christian Könne durchleuchtete die Rolle der Medien in der DDR. Nach dem Wunsch der Partei sollte sie hauptsächlich der Bildung und Erziehung dienen. Das entsprach allerdings überhaupt nicht dem, was der Zuhörer bzw. Zuschauer erwartete und wollte. Er wollte nämlich hauptsächlich unterhalten werden.

Er belegte diesen Spagats zwischen dem Anspruch der Partei und des Publikums an Hand interner Dokumente der Medien, die er  ausgiebig studiert hatte. Erfolg oder Misserfolg bekannter Sendungen, wie z. B. „Heitere Betriebs- und Dorfabende“ und „Da lacht der Bär“, belegen seine Thesen. Letztendlich wurden die sozialistischen Formate auf unattraktive Sendezeiten verschoben und erfolgreiche Formate aus der restlichen Medienwelt, gefüllt mit neuen Inhalten, in die Programme übernommen. Darunter fallen Sendungen wie „Neumann 2x klingeln“, „Professorenkollegium tagt“ oder „Mit dem Herzen dabei“.

Das Thema hatte zwischen 30 und 40 Personen ins Museum gelockt, die danach bei Getränken und Knabbereien noch lebhaft mit dem Redner und Autor aber auch untereinander  diskutierten.

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